Die wissenschaftliche Gesamtleitung des Seminars lag bei Prof. Dr. Robert J. Winchell (Weill Cornell Medicine, New York) und Prof. Dr. Harald K. Widhalm (Medizinische Universität Wien). Prof. Widhalm verantwortete dabei maßgeblich die inhaltliche Programmgestaltung, die Koordination der internationalen Faculty sowie die strategische Weiterentwicklung des Seminars innerhalb des OMI-Formats. Die kontinuierliche Mitwirkung in dieser Leitungsfunktion unterstreicht die aktive Rolle der Medizinischen Universität Wien in der internationalen chirurgischen Weiterbildung.
Die Faculty setzte sich aus führenden Expertinnen und Experten namhafter Institutionen zusammen, darunter Weill Cornell Medicine / NewYork-Presbyterian Hospital, Cedars-Sinai Medical Center, University of California, San Francisco, R Adams Cowley Shock Trauma Center sowie mehrere Kliniken der Medizinischen Universität Wien.
Seitens der Medizinischen Universität Wien waren neben Prof. Widhalm auch Priv.-Doz. Dr. Julia Starlinger (derzeit Mayo Clinic, USA), Dr. Michael Humenberger, Dr. Stephan Heisinger sowie Prof. Dr. Christian Matula als Vortragende vertreten.
Inhaltlich umfasste das Seminar zentrale Themen der Akut- und Traumachirurgie sowie der intensivmedizinischen Versorgung, darunter Polytrauma-Management, Damage-Control-Chirurgie, komplexe thorakale und vaskuläre Verletzungen, Schädel-Hirn-Traumata, abdominalchirurgische Notfälle, Beatmungsstrategien, hämostatische Resuscitation und ethische Fragestellungen in der Akutmedizin.
Charakteristisch für das OMI-Format ist das dialogorientierte Konzept: Neben Fachvorträgen präsentierten die Fellows eigene komplexe Fälle, die gemeinsam mit der Faculty intensiv diskutiert wurden. Pre- und Post-Tests sowie strukturierte Austauschformate ergänzten das Programm.
Rund 400 Ärztinnen und Ärzte bewarben sich, 30 Fellows aus Europa, Afrika und Asien wurden ausgewählt.
Das Salzburg Weill Cornell Seminar leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung evidenzbasierter Traumaversorgung, zur internationalen Vernetzung klinischer Expertise und zur Förderung des medizinischen Nachwuchses. Die leitende Mitwirkung von Prof. Widhalm und seinem Team wird als Auszeichnung und zugleich als Verpflichtung verstanden, diesen internationalen Wissensaustausch nachhaltig mitzugestalten.